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Was haben die Internetgiganten Facebook, Google, Apple und Airbnb gemeinsam? Richtig! Sie alle wurden im Silicon Valley gegründet.

Bei Betrachtung der Unternehmen im Silicon Valley stellt sich beiläufig die Frage: Warum sind diese Unternehmen so viel erfolgreicher als europäische oder anderswo gegründete Unternehmen?
Wir haben Zugriff auf dieselben Technologien. Was sich wirklich unterscheidet, ist die Denkweise und Voreingenommenheit auf neue Ideen und Innovationen. Das sogenannte Mindset.

Das Geheimrezept

Warum kommen so viele innovative Unternehmen aus dem Silicon Valley?

Das Silicon Valley ist eine Region in Kalifornien zwischen San Francisco und San Jose, und wird von zahlreichen Internetfirmen und Startups besiedelt. Auf 3,5 Millionen Menschen, die dort leben, wird zu jedem Zeitpunkt an ca. 60.000 Startups gearbeitet. Rund die Hälfte davon sind in der Technologiebranche tätig. Jedoch überleben die meisten davon das erste Jahr nicht.

Im Silicon Valley sind die Menschen rund um Startups offener – ich verstehe Deine Idee vielleicht noch nicht – aber wäre dies oder jenes nicht eine Lösung? Durch diese Einstellung kann viel offener diskutiert werden und damit fangen Sie an Ideen weiterzuentwickeln. Die Tür wird noch sofort zugeknallt.

„Pay it forward“ ist ein weiteres Prinzip: sie setzen sich mit jemandem zusammen und besprechen eine Idee.  Sie erwarten sich nichts von Ihrem Gegenüber und umgekehrt genauso. Das bedeutet ich erwarte mir nichts von Ihnen sondern habe Ihnen geholfen und weil ich Ihnen geholfen habe, helfen Sie wiederum jemandem anderen und der hilft wieder. Und irgendwann bekomme ich etwas davon zurück.

Im Silicon Valley werden Start-Ups wie neue Projekte in europäischen Unternehmen gesehen.

Traditionelle Unternehmen, wie wir sie uns vorstellen analysieren Märkte, vergleichen das Produkt mit der Konkurrenz, positionieren es dementsprechend und versuchen das Produkt mit altbewährten und bekannten Mitteln zu verkaufen. Startups im Silicon Valley unterscheiden sich davon insofern, als sie nicht diese bekannten Märkte angehen. Sie schaffen neue Märkte und gehen in große Industrien hinein und stellen alles bisher Bekannte auf den Kopf. Das geschieht von der Automobilindustrie bis hin zur Tourismusindustrie.

Obwohl die Automobilindustrie in Deutschland groß geworden ist, sind es die Amerikaner, die das autonome Fahren vorantreiben. Wieso? Die europäische Mentalität ist es zuerst Gründe zu suchen, warum etwas nicht funktionieren kann. Die amerikanische Mentalität, allen voran im Silicon Valley ist es, die Lösungen für eine Innovation zu suchen. Das Argument selbstfahrende Autos sind ein Risiko und dadurch können Unfälle passieren kann auch anders betrachtet werden. Durch ein funktionierendes autonomes Fahren können Verkehrsunfälle auf 0% reduziert werden. Diese unterschiedlichen Betrachtungen auf ein und dasselbe Thema spiegelt sich im Mindset des Silicon Valleys. Diese offenere, positivere Einstellung für Problemlösungen sind wahrscheinlich ein Kriterium für die Erfolgsgeschichten verschiedener Startups in dieser Region. Über das autonome Fahren wird im Silicon Valley kaum mehr gesprochen. Es geht jeder davon aus, dass es in den nächsten Jahren kommen wird. Viel öfter fällt die Frage: Was kommt danach?

Europa und Silicon Valley

So unterschiedlich sind die Mindsets

Im Silicon Valley werden Herausforderungen als Chancen und nicht als Gefahr wahrgenommen. Die Gründer trauen sich mehr und sie haben weniger Angst zu scheitern oder etwas zu verlieren.

Es wird auch in Außenseiter investiert und daran geglaubt, dass sie ganze Branchen sprengen. Auch die Gründer von Airbnb waren Außenseiter und nicht aus dem Gastgewerbebranche. Diese Gründer sind jedoch das beste Beispiel dafür, wie Außenseiter für Disruption in den verschiedensten Branchen sorgen können. Wer hätte vor 15 Jahren gedacht, dass Menschen Ihr eigenes Zimmer, Ihre eigene Wohnung vermieten und dass es Interessenten dafür gibt. Der Börsenwert von Airbnb liegt derzeit über 31 Milliarden US-Dollar. Niemand aus der hiesigen Gastgewerbebranche hätte sich in einen solchen Markt gewagt. Wir finden alle Problem bevor wir uns mit der Idee beschäftigen und damit arbeiten, obwohl Problem beseitigt werden können.

Im Silicon Valley gibt es ein Sprichwort: It takes a village to raise a child – eine Idee allein reicht nicht aus, es braucht ein ganzes Ökosystem, um diese Idee großzuziehen.  Die Idee muss auch an die Menschen gebracht werde, nur dann wird sie zur Innovation. Vor allem bei Startups braucht es ein gutes Netzwerk. Es braucht den Austausch und die Diskussion. Was kann verbessert werden? Wo können wir noch was ändern. Jede Idee hört sich anfangs schwierig an, jedoch sind wir oft sehr schlecht in der Bewertung von Ideen. Die Umsetzung der Idee ist das Schwierigste. Neben einem Investor braucht es auch Menschen, die das Produkt kaufen wollen und frühzeitig auf Technologie und Fortschritt setzen. Auch hier unterscheidet sich das Mindset. Wenn sich die Menschen scheuen neue Technologien zu kaufen und nicht darauf vertrauen, bremst sich der Fortschritt ungemein.

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